Über uns

Denise

Hallo! Ich bin Denise, geboren 1984, verheiratet und Mutter von einer Tochter (*2015) selber hochsensitiv/hochsensibel.
Ich bin geprüfte Erzieherin und befinde mich momentan im Studium (Psychologische Astrologie).

Von meiner Hochsensibilität wusste ich quasi schon immer, konnte sie jedoch nie in Worte fassen und erklären.
2012 dann stieß ich durch Zufall auf ein Video im Internet während einer Recherche für ein Schulprojekt, in welchen der Begriff der Hochsensibilität erklärt wurde!
Plötzlich ging mir ein Licht auf. Und innerhalb weniger Sekunden machte plötzlich alles Sinn! – ein Bahnbrechendes Erlebnis für mich.

Als Kind habe ich mich permanent unverstanden und hilflos gefühlt.
Bereits im Kindergarten habe ich gemerkt, dass ich irgendwie anders tickte als andere Menschen. Richtig unangenehm, wurde es aber dann für mich als ich eingeschult wurde! Als eher schüchternes zurückhaltendes Mädchen prasselten zu viele neue Eindrücke auf mich ein. Die vielen Neuen Kinder, der Lärm im Unterricht, die Pausen, Gerüche etc.. oft war ich nach der Schule sehr ausgelaugt und wollte nur noch ruhe! So zog es sich wie ein roter Faden durch mein gesamtes Leben.

Ende 2012 fand ich dann zum Gesprächskreis für Hochsensible in Krefeld.
Seitdem änderte sich einiges für mich. Der Austausch mit verschiedenen anderen Hochsensiblen half mir sehr dabei, die Hochsensibilität als Segen anzunehmen. Inzwischen habe ich eine gute Balance finden können.

Gute Wege in solch eine Balance zu finden, waren für mich Dinge zu Unternehmen die mir gut tun. Wie zum Beispiel die Natur die mir sehr hilfreich dabei ist, mich zu Erden. Lange Sparziergänge an der frischen Luft, ein Blick aufs Wasser oder aber einfach das bewusste auftreten mit dem Fuß auf die Erde helfen mir sehr im Einklang mit mir selbst zu kommen.
Da ich sehr Musik-und Kunstaffin bin, helfen mir auch diese zwei Hobbies sehr in meine Mitte zu kommen.

Durch meine Erfahrungen in Sozialpädagogischen Bereich ist es mir eine Herzensangelegenheit bei diesem Projekt mitzuwirken. Oft wissen viele Eltern nicht um dieses Persönlichkeitsmerkmal. Aufklärung und Beratung zu dieser Thematik sind mir daher sehr wichtig und gebe ich gerne weiter.
Für mich ist es dabei wichtig zu seiner Hochsensibilität zu stehen und diese Besonderheit anzunehmen. Und es als schließlich eine wunderbare Gabe zu schätzen.

Heiner

Hi, ich bin Heiner, Jahrgang 1983 und zähle mich auch zu den hochsensiblen Menschen. Ich bin verheiratet und seit 2016 Vater einer Tochter.

Von meiner Hochsensibilität habe ich während des Studiums erfahren, als das Thema in der entwicklungspsychologischen Vorlesung behandelt wurde. In vielen Aspekten habe ich mich wiedergefunden, in einigen nicht. Das Thema hat mich dennoch stark beschäftigt, gleichzeitig war ich froh, endlich einen Namen und eine klare Beschreibung für mein „Anders-Sein“ bekommen zu haben.

Schon als kleiner Stöpsel war mir klar, dass ich anders bin, ohne jedoch genau feststellen zu können, was das war. Ich galt als Außenseiter, konnte mich aber in anderen Gruppen extrovertiert geben. Mich hat mein Verhalten schon früh zu der Frage gebracht, warum das so ist und warum wir verschiedene Rollen in unterschiedlichen Konstellationen annehmen. Auch wurde ich als ernster und tiefsinniger Gesprächspartner wahrgenommen. Ich selbst habe das nicht so gesehen, denn für mich war das damals schon „normal“.

Nachdem ich mein ABi in der Tasche hatte, wollte ich „Geld verdienen und Karriere“ machen und habe schnell festgestellt, dass mein Weg ein anderer sein sollte. Für mich war das nichts außer Stress, Stress und Stress. Dies führte dazu, dass ich mir eine Auszeit nahm und mich noch einmal neu sortierte. So kam ich zum Studium nach Kiel, wo ich Soziale Arbeit studierte und über die Vorlesung an das Thema Hochsensibilität herangeführt wurde. Endlich ergab alles einen Sinn.

Doch erst Ende 2016, als ich mich in Elternzeit befand und einen Jobwechsel von einer Vollzeit- auf eine Teilzeitstelle anstrebte, wurde das Thema Hochsensibilität wieder aktuell. Die intensive Zeit mit meiner Tochter und der tägliche „Spiegel“, den sie mir vorgehalten hat, haben das Interesse wieder befeuert. Seitdem bin ich aktiv in der Gesprächsgruppe für Hochsensible in Krefeld aktiv.